Gelb-blaues Fahnenmeer, Standing Ovations und begeisternder Derbysieg der HSG Konstanz

30.03.2026 18:00

Der HSG Konstanz gelang der zweite Derbysieg in dieser Saison gegen den HBW Balingen-Weilstetten II. Wie schon im Hinspiel (36:19) war auch das Rückspiel in der gut gefüllten Schänzle-Hölle eine klare Angelegenheit. Mit einem 32:19 (16:10)-Heimsieg begeisterte die HSG 1200 lautstarke Fans.

Gänsehautstimmung

Es war wie zu besten Zeiten. Beim Blick auf die vollbesetzten Ränge bot sich ein eindrucksvolles Bild. Über 1200 Fans sorgten mit Standing Ovations, einem gelb-blauen Fahnenmeer sowie einer großartigen Atmosphäre schon drei Minuten vor dem Abpfiff für Gänsehaut. Längst war der zweite Erfolg in dieser Saison im Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten in trocknenden Tüchern und den Gastgebern gelang alles. „Das macht mal richtig Bock“, lobte HSG-Coach Ralf Bader die Stimmung. Vorne trafen sie nach Belieben, hinten durfte sich in den letzten Minuten nach einer zuvor guten Vorstellung von Konstantin Pauli in der zweiten Hälfte zwischen den Pfosten noch einmal Adrian Lehmann auszeichnen. Ein Erfolg, der in seiner Höhe und Souveränität umso überraschender und eindrücklicher wirkt, wenn man das noch einsetzbare Personal auf Seiten der Konstanzer betrachtet. Nur noch zwölf Spieler, darunter zwei Torhüter, standen Ralf Bader zur Verfügung, der auch noch auf seinen angeschlagenen Co-Trainer Daniel Eblen verzichten musste. Ohne acht Verletzte mussten viele Spieler an und über ihre Grenzen gehen, die Belastung über die volle Distanz tragen.

Rote Karte nach neun Minuten

Zumal nach neun Minuten das passierte, was nicht passieren durfte. In Lars Michelberger fiel auch noch ein weiterer ganz wichtiger Eckpfeiler weg. Nach einem Gesichtstreffer erhielt er die Rote Karte und musste schon früh unter die Dusche. Somit stellte sich die Mannschaft der Gastgeber fortan so gut wie von selbst auf. Bader stand, wie er später verriet, kurz davor mit einem Kreisläufer im Rückraum zu agieren. Doch wie die verbliebenen Spieler um Luca Schwormstede im linken Rückraum und Innenblock, den unermüdlichen und durch hervorragende Spielsteuerung überzeugenden Mittelemann Jonas Hadlich sowie Michel Stotz am Kreis und Zentrum der Abwehr ihre Rolle annahmen und alles aus sich herausholten, nötigte allen Besuchern und beiden Trainern höchsten Respekt ab.

Konstanzer Abwehrbollwerk

„Wir haben“, erklärte Gästetrainer Micha Thiemann, „zweimal in dieser Saison das gemacht, was man gegen Konstanz nicht machen sollte.“ Für ein Schmunzeln sorgte seine Ergänzung, man habe herausgefunden, dass „Stotz und Schwormstede tatsächlich gar nicht so schlecht verteidigen und haben sie dann auch sehr oft und zielgenau getroffen.“ In der Tat zeichnete sich die Konstanzer Deckung durch eine sehr bewegliche und aggressive Spielweise aus, mit der der HBW große Problem hatte, obwohl mit Bennet Strobel sogar Verstärkung aus dem Bundesligakader mit dabei war. Thiemann lobte die „tolle kämpfereiche Vorstellung“ der Konstanzer, der seine Mannschaft, so der 35-Jährige, „heute wenig entgegenzusetzen hatte.“

Wille, Einsatz, Herzblut

Auf der anderen Seite hatte sich HSG-Coach Ralf Bader vollkommen geirrt in seinen Annahmen. Der 45-Jährige hatte im Vorfeld des Derbys davor gewarnt, dass es „nicht noch einmal so wie im Hinspiel laufen wird.“ Doch genau so kam es. Mit einer sehr kompakten Defensive und wenigen technischen Fehlern in der Offensive kam Balingen nie in seinen gefährliches Tempospiel und rieb sich stattdessen im Positionsspiel am Konstanzer Abwehrbollwerk auf. Pauli musste in den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs etwa nur vier Gegentore hinnehmen, nachdem sein Team bereits zur Pause dank eines Zwischenspurtes von 9:9 auf 14:9 mit 16:10 führte. Dies, obwohl mit Magnus Bierfreund auf Balinger Seite ebenfalls ein starker Torwart einige klare Chancen der HSG zunichtemachte. Sowie in David Soos ein Ex-Konstanzer den ersten Treffer der Partie markierte und mit vier Torerfolgen auch bester Schütze seiner Mannschaft wurde.

Wille, Einsatz, Herzblut

Bezeichnend für den Konstanzer Willen, Einsatz und Herzblut war eine doppelte Unterzahl in der zweiten Halbzeit, in der es zweimal gelang, den Ball zu erobern und ein Tor zu erzielen. „Riesenrespekt an meinen Innenblock. Was wir heute an Zweikämpfen gewonnen haben und wie wir sie geführt haben, das war einfach über 60 Minuten gnadenlos gut“, so Bader. Für den ehemaligen Bundesligaspieler „richtig ehrlicher Handball“, in der sich seine Schützlinge den Zweikämpfen gestellt haben und das „überragend gemacht haben.“ Ungern hebe er einzelne Spieler hervor, leitete er anschließend ein, aber kam nicht umhin, Hadlich ein Sonderlob für seine Leistung auszusprechen. „Jonas war heute alleine auf der Mitte und hat das Spiel hervorragend geleitet“, sagte er. Auf den Rängen brandete Applaus auf. Mit einem Schmunzeln fügte er an und sorgte für einen Lacher: „Alle anderen waren auch okay.“

Nächstes Heimspiel gegen Wölfe Würzburg

Am 18. April darf sich die HSG Konstanz auf das nächste schöne Heimspiel freuen. Dann sind die Wölfe Würzburg zu Gast in der Schänzle-Hölle.

HSG Konstanz: Adrian Lehmann, Konstantin Pauli (beide Tor); Michel Stotz (4), Aron Czako (7/1), Lars Michelberger (1), Luca Schwormstede (4), Jo Knipp (1), Maxim Pliuto (2), Nikita Pliuto (5), Jonas Hadlich (5), Sören Fuhrmann (3), Veit Schlafmann

Zuschauer: 1200

 

Quelle: PM HSG Konstanz

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